Leserbrief zum STF-Skandal

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Leserbrief der Bürgerinitiative Abwasser Aicha vorm Wald zum Artikel „STF-Chef wehrt sich gegen Vorwürfe“ in der Passauer Neuen Presse vom 6. Januar:
Erwartungsgemäß droht und argumentiert Herr Söllner mit für die Betroffenen sicher äußerst bedauerlichen, möglichen Entlassungen. Verantwortlich dafür ist aber einzig und allein die STF GmbH, wie Landrat Meyer dies vor geraumer Zeit richtig geäußert hat.

Die hausgemachten Probleme von STF sind nicht von heute. Sie nahmen vor Jahren ihren Lauf wegen nicht beachteter, ignorierter Auflagen und Maßnahmen. Dass die Firma endlich tätig wird und viel Geld investiert, um einen rechtskonformen Betrieb herzustellen, ist nicht ehrbar, sondern Pflicht und Schuldigkeit. (…) Wären von Anfang an die Normen erfüllt worden, hätten Behörden von Anfang an Härte gezeigt, müssten Beschäftigte jetzt nicht um ihren Job fürchten. Mit dem Argument Arbeitsplatz müsste man jedem Betrieb mit mehreren Beschäftigten einen Freibrief ausstellen. Das Landratsamt hat der Firma STF genug Brücken zur Beseitigung der Missstände gebaut. Die überfällig konsequente Vorgehensweise von Behörden nach mehr als zehn Jahren faktischer Untätigkeit als nicht rechtens, nicht menschenwürdig, unchristlich und unsozial zu bezeichnen, wie dies Konrad Kobler tut, ist gelinde ausgedrückt nur schwer nachvollziehbar. Außerdem ist es fragwürdig, wenn ein ehemaliger Landtagsabgeordneter eine Firma unterstützt, von der selbst der Landrat wörtlich sagt, dass „der illegale Betrieb einer immissionsschutzrechtlich genehmigungspflichtigen Anlage ein Straftatbestand ist“. „Gnade vor Recht“ hat im mitmenschlichen Leben bestimmt seine Berechtigung. Wird das Recht aber über Jahre mit Füßen getreten, hat die Mehrheit der Bevölkerung kein Verständnis mehr dafür und die Redewendung kehrt sich um. (Günther Willmerdinger, Georg Scholler , Matthias Dichtl)

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